Sakrale Kunst – Ausdruck von Leid & Hoffnung

Kunst und Psychologie verfolgen dasselbe Ziel: das Leben als Ganzes zu betrachten. Maria Schlachter erklärt, warum die Kirche die Sprache der Gegenwart sprechen muss und Kunst ohne Wahrheit nur Kitsch bleibt. Wir sprechen über Narnia, das richtige Begleiten im Leid und warum Gott „kein zahmer Löwe“ ist.

von | 26. März 2026

In dieser Folge unseres Podcasts Karol & Co. begrüßen wir einen faszinierenden Gast: Maria Schlachter. Die Kunsthistorikerin und Psychologin spricht mit uns darüber, wie diese beiden scheinbar so unterschiedlichen Disziplinen eigentlich dasselbe Ziel haben: das Leben als Ganzes zu betrachten.

Die Welt in Bildern und Geschichten

Für Maria ist Kunst letztlich „Psychologie mit speziellen Mitteln“. In einer Zeit, in der unsere Wahrnehmung durch schnelle Videos oft unkonzentriert und überreizt ist, betont sie die tiefe Bedeutung von Bildern und Literatur. Sie ist überzeugt: Wir leben in Geschichten. Wenn wir vor Entscheidungen stehen, helfen uns diese Erzählungen, wie in einer „3D-Simulation“ Lebenswege im Geist durchzuspielen und uns zu orientieren.

Wahrheit, Kitsch und die Sprache der Gegenwart

Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die Rolle der Kunst im kirchlichen Raum. Maria bricht eine mutige Lanze für die moderne Kunst: Die Kirche muss die Sprache der Zeit sprechen, genauso wie wir heute kein Mittelhochdeutsch mehr verwenden. Kunst muss wahrhaftig sein – wenn sie nur das Schöne zeigt und die Gebrochenheit der Welt ausblendet, wird sie zum bloßen Kitsch. Genau diese Wahrheit soll auch auf der neuen, über sieben Meter großen LED-Wall in der Praterstraße 28 sichtbar werden: Ein zeitgenössisches Medium, das in der Kirche letztlich immer auf Gott hinweisen muss

Neugierig bleiben auf den Schöpfer

Marias Zeugnis ist eine wunderbare Einladung, sich von Kunst und guten Geschichten herausfordern zu lassen. Ihr abschließender Rat für die heutige Zeit ist klar: Wir sollen neugierig bleiben, Dinge nicht unhinterfragt hinnehmen und uns mutig auf die Suche nach dem eigenen Platz und nach Gott machen. Es ist eine tiefgründige Folge über die Schönheit der Schöpfung, den Mut zur Wahrheit und die heilende Kraft echter Beziehungen.

Höre die ganze Folge mit Maria Schlachter jetzt an, um ihre vollständigen Einsichten zu erfahren.

Die Episode gibt tiefe Einblicke in zentrale Themen: 

  • Licht und Grenzen: Warum ein Raum, der nur aus homogenem Licht besteht (ein „Ganzfeld“), uns völlig orientierungslos macht und warum Gott bei der Schöpfung bewusst Licht und Schatten – also Raum, Zeit und Grenzen – erschaffen musste.
  • Leid und Begleitung: Wie wir mit Menschen im Leid umgehen können. Marias Rat: Nicht sofort nach einer Lösung suchen, sondern das Leid wahrnehmen, Zeit schenken und einfach da sein. Sie vergleicht das Leben mit der Rückseite einer Stickerei – momentan chaotisch, bis wir eines Tages die wunderschöne Vorderseite sehen.
  • Die Macht von Narnia: Warum C.S. Lewis aus tiefstem Schmerz heraus Meisterwerke der Hoffnung schrieb und was Marias absolute Lieblingsbotschaft über Aslan den Löwen ist: „Er ist kein zahmer Löwe“
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Karol & Co. Podcast