Prävention & Intervention
„Das Zentrum Johannes Paul II. setzt Null-Toleranz gegenüber jeder Form von Gewalt und sexualisierter Gewalt um. Wenn Du betroffen bist oder einen Verdacht hast, wende dich bitte umgehend an die Ombudsstelle der Erzdiözese Wien. Sie berät vertraulich – auch anonym – und koordiniert das weitere Vorgehen nach der Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz.
Soforthilfe
Befindest du dich in einer Notsituation oder realisierst du, dass Hilfe benötigt wird, zögere nicht:
Vorfall melden
Ombudsstelle Erzdiözese Wien:
Untere Viaduktgasse 53/2B,
1030 Wien
Die Ombudsstelle der EDW möchte Missbrauchsopfern helfen, die weit verbreitete Scham zu überwinden und über derartige Erfahrungen zu sprechen. Daher wird in jedem Fall die Anonymität gewahrt. Wer mit der Ombudsstelle Kontakt aufnimmt, bestimmt selbst das Ziel und den Rahmen der Gespräche und mögliche weitere Schritte.
Rechtliche Grundlagen & Dokumente
Die dritte Ausgabe der Rahmenordnung “Die Wahrheit wird euch frei machen” (2021), herausgegeben von der österreichischen Bischofskonferenz, ist die aktuell verbindliche Grundlage für die Prävention von Gewalt und Missbrauch in der katholischen Kirche in Österreich. Seit rund 15 Jahren ist man damit aufrecht darum bemüht die Wunden, die von Klerikern und Mitarbeitern in kirchlichen Einrichtungen durch Gewalt und Missbrauch geschlagen worden sind, wahrzunehmen, entschlossen aufzuarbeiten und präventive Systeme zu schaffen die dies in Zukunft verhindern.
Darin enthalten ist unter anderem die Verfahrungsordnung der Ombudsstellen, die darlegt wie mit Meldungen von Vorfällen verfahren wird. In Kürze lässt sich die Ordnung in 5 Punkten skizzieren:
- Schritt – Kontakt Ombudsstelle ED Wien (Telefon | E-Mail | persönlich)
- Schritt – Erstgespräch/Annahme (auch anonym, Schutz/Vertraulichkeit)
- Schritt – Klärung & Bewertung (gemäß Verfahrensordnung; ggf. Info an Leitung/Interventionsbeauftragte, staatliche Meldungen wo erforderlich)
- Schritt – Maßnahmen & Begleitung (Sicherungsmaßnahmen, Beratung, Vermittlung, Dokumentation)
- Schritt – Information & Abschluss (Transparenz ggü. Betroffenen; Präventions-Follow-ups)
Unser Schutzkonzept
Unser institutionelles Schutzkonzept ist Herzstück und Grundlage unserer Präventionsarbeit und beschreibt alle Maßnahmen, mit denen wir ein sicheres Umfeld für Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Personen gewährleisten.
Die wichtigsten Eckpfeiler sind:
Verhaltenskodex
- Klare Regeln zu Nähe und Distanz, zu 1:1-Situationen, zur Kommunikation über Medien und Online-Kanäle sowie Richtlinien für Reisen und Unterkünfte sorgen für Transparenz und Sicherheit in allen Begegnungen.
Selbstverpflichtung & Selbstauskunft
- Alle Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen bestätigen unseren Verhaltenskodex und geben eine Selbstauskunft ab – als Ausdruck persönlicher Verantwortung und Verlässlichkeit.
Schulungskonzept
- Ein strukturiertes Fortbildungsprogramm (Basiskurs und regelmäßige Auffrischungen) stellt sicher, dass alle Beteiligten gut informiert, sensibilisiert und handlungssicher sind.
Eignungs- und Screening-Regelungen
- Wir prüfen sorgfältig die persönliche Eignung aller Mitarbeitenden, inklusive Bestätigung der strafrechtlichen Unbescholtenheit gemäß österreichischen Vorgaben.
Risikomanagement
- Für Veranstaltungen, Räume, Übernachtungen, Transport sowie Social-Media-Aktivitäten gibt es klare Standards zur Gefahreneinschätzung und Minimierung möglicher Risiken.
Ansprechpersonen
Für Meldungen von Vorfällen, bitte immer direkt die Ombudsstelle der EDW kontaktieren!
Wenn du Ideen, Anregungen oder Beschwerden zu unserer Präventionsarbeit hast, kontaktiere eine unserer Ansprechpersonen.
Downloads & Links
Notfall-Plan
zum Vorgehen bei Verdacht auf (sexualisierte) Gewalt (in Aktualisierung)
Institutionelles Schutzkonzept
des Zentrum Johannes Paul II. (in Aktualisierung)
“Mein sicherer Ort”
Präventionsbehelf der EDW für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit
Schulungstermine zum Grundkurs Prävention
der Stabstelle Prävention der Erzdiözese Wien
Transparenz & Berichte
Seit der Gründung des Zentrum Johannes Paul II. in Wien im Jahr 2015, wurden bislang keine Vorfälle von (sexualisierter) Gewalt an Kindern, Jugendlichen oder schutzbedürftigen Erwachsenen gemeldet.
Die weltweit tätige Trägerorganisation des Zentrum Johannes Paul II., die Kongregation der Legionäre Christi, wurde 2008 durch das Bekanntwerden des Doppellebens des Gründers Marcial Maciel schmerzhaft erschüttert. Seitdem befindet sich die Ordensgemeinschaft auf einem Weg der Erneuerung und hat sich im Bereich der Betreuung Betroffener und der Schaffung sicherer Umgebungen öffentlich dazu verpflichtet, jedes Jahr Rechenschaft über ihre Verpflichtungen abzulegen.