Warum Erfolg nicht alles ist.
Wie kommt ein junger, erfolgreicher Unternehmer aus der Steiermark dazu, in seinem Leben einen großen Anteil an Zeit damit zu verbringen, Menschen zu Jesus zu bringen? Samuel erzählt uns seine Story.
Missionarisch sein als Sinn
Für mich war missionarisch sein schon als Jugendlicher etwas essenzielles. Es gibt dazu eine besondere Geschichte. Als ich um die 15 Jahre alt war, war ich in einem Jugendcamp, wo wir viel Sport gemacht haben, aber wo es vor allem um das Thema Gemeinschaft ging und darum, eine Beziehung mit Gott aufzubauen. Und es gab da eine Nacht, in der ich wirklich nicht schlafen konnte – ich weiß nicht, ob wir damals verloren haben mit dem Team oder gewonnen haben und ich nicht schlafen konnte – ich war jedenfalls wach und konnte nicht schlafen. Es gab dort eine Kapelle, und ich bin dort einfach hingegangen. Ich habe wirklich gemerkt, wie der liebe Gott so mich gerufen hat, da einfach zu ihm zu kommen – genau jetzt, wo ich nicht schlafen kann. Und ich hatte schon lange ein bisschen diesen Gedanken darüber, was meine Mission sein könnte, und was das “mehr” in meinem Leben ausmachen könnte – ich hatte Fragen, die wirklich tief in den Sinn gehen. Als ich in die Kapelle kam, habe ich mich ein bisschen so wie der Samuel in der Bibel gefühlt – in dieser bekannten Geschichte, wo Samuel nicht schlafen kann und aufgeweckt wird von Gottes Stimme. Samuel versucht dann zu verstehen, woher die Stimme kommt, ein bisschen braucht bis er checkt, dass der liebe Gott ihn ruft – und so hab ich mich ein bisschen auch gefühlt. Dann hab ich mich hingesetzt, vor dem Tabernakel, also auch dort wo Gott ganz real präsent ist und hatte eine sehr starke Begegnung mit Jesus und und er hat mir da eine ganz klare Botschaft mitgegeben: Dass ich Menschenfischer sein soll.
Worte für jemanden, der auf der Suche ist
Jemandem, der gerade auf der Suche ist, würde ich folgendes mitgeben:
Just why not? Wir machen so viele strange Sachen in unserem Leben, wir probieren so viele strange Sachen in unserer Jugend aus – warum nicht einfach dieser verrückten Idee eine Chance geben und es wagen Gott zu sagen ‘hey, ich bin zumindest offen für dich! – lass uns reden! Ich will einfach diesen ersten Schritt des Vertrauens machen, und dann: let’s see what happens’. Ganz allgemein, denke ich, dass wir junge Menschen in der Welt wahnsinnig viele Herausforderungen haben. Ich habe das Gefühl, dass es ein großes Loch an ‘meaning’ und ‘purpose’ gibt. Ich denken in gerade dieser Suche ist ein erster Schritt, eine Beziehung zum Schöpfer aufzubauen – also zu Gott.
Ich denke, dass das Zentrum genau so ein Ort sein kann wo ich Beziehung mit meinem Schöpfer aufbauen kann.Es ist auch ein Ort, wo es eben auch Gemeinschaft gibt, und wo man von anderen lernen kann. Vor allem glaube ich aber, dass ‘meaning’ im Leben immer mit Verantwortung einhergeht- und ich denke gerade hier bei der YP kann man lernen, schrittweise Verantwortung zu übernehmen, vor allem im Sinne des Dienstes, der Jüngerschaft und in weiterer Folge der Weitergabe dieses empfangenen Geschenks der Gottesbegegnung. Ich träume mal davon, dass in unserem neuen Zentrum mal eine junge Person in die Kapelle eintritt, die sich denkt ‘hier kann ich alles einmal fallen lassen. Ich kann Gott, hier begegnen. Und hier ist ein Ort, wo es auch keinen Wettkampf und keine Bewertung gibt.