Peter ist der Geschäftsführer des Cafe & Hotel Karol. Seine Arbeit führt er gewissenhaft und hingebunsgvoll aus – ganz besonders aus der motivation, seine mitmenschen gesehen und willkommen fühlen zu lassen.
„Erzähl uns etwas über dich – wie bist du, und wie bist du zu dem Menschen geworden, der du jetzt bist?„
Ich habe in meinen 50 Jahren schon viel gemacht – von Sexualaufklärungsunterricht an Schulen, über Rasenmäher bauen und als lebensgroßes Eichhörnchen die Innenstädte Deutschlands unsicher machen war alles dabei – und trotzdem bin ich neugierig geblieben. Die 20 Jahre Hotellerie haben mich eines gelehrt: Wenn du in diesem Feld arbeitest, erscheint dir nichts mehr unmöglich, und jeder in meiner Branche kann abendfüllende Anekdoten erzählen die die meisten Branchenfremden schlicht für unmöglich halten, Kollegen aber nur ein müdes Nicken entlockt. Also ja – meine Neugier hat mich schon viel erleben lassen!
Was bewegt dich & was ist deine Vision für das Café & Hotel Karol?
Ich schätze vor allem Kontakt mit vielen, völlig unterschiedlichen Menschen aus aller Welt, ob als Gast oder als Mitarbeiter. Ich brenne dafür, Menschen eine gute Zeit zu geben und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Für die P28 erhoffe ich mir eine erfolgreiche Umsetzung der gemeinsamen Ziele, und somit die Schaffung eines “Wohlfühl-Orts” mit gelebter christlichen Nächstenliebe. Das ganze gepaart mit Wirtschaftlichkeit und Profitabilität.
Ich engagiere mich außerdem im Bereich Flüchtlinge/ Integration und im Bereich Obdachlosigkeit/Armut. Der Gewinn für einen selbst ist die Dankbarkeit der Menschen, das Lächeln eines Menschen trotz Dunkelheit und die Weitergabe von etwas Glückseligkeit in Momenten der Not.
Warum? Teilen macht Spaß – wer selbst (mehr als) genug hat, hat auch genug zum Weitergeben, gemeinsam essen macht glücklicher als alleine essen.
Gott & die Welt
Wer ist Gott für dich? Und, spielt Glaube in deinem Leben eine Rolle?
Gott ist allmächtig. Davon leiten sich für mich viele Ansichten ab, die oft konträr zu anderen stehen. Ich erhalte mir eine Mischung aus kindlichem Gottesbild (Rauschebart, älter und in weiß) und dem beschriebenen Glückszustand aus Astrid Lindgrens “Gebrüder Löwenherz”.
Glaube ist für mich etwas, das noch wachsen muss – etwas, um das ich Menschen aller Religionen beneide, die einen tiefen Glauben ihr eigen nennen dürfen. Gott zeigt sich mir aber oft in banalen Dingen: beim Spaziergang durch einen Wald, am Meer oder in den Bergen. Die Vielfalt der Welt, der Schöpfung ist so atemberaubend, dass es göttlich sein muss.
Dass meine Religion die christliche, besser, die katholische ist, liegt primär an der Prägung in der Kindheit/ Jugend. Dass der Glaube erhalten blieb und es auch an der katholische ist, liegt an der Begegnung beindruckender Menschen, die mich in ihrem Schaffen und Wesen tief beeindruckt haben. Darüber hinaus mein Vater, der ohne Aufsehens die für mich wahren christlichen Werte kompromisslos lebt. Dazu gehören Nächstenliebe, Gastfreundschaft, das Gebot des Teilens und des Verzeihens.