Beleben. Einem alten Haus, einem ehemaligen Hotel, in der Praterstraße 28 neues Leben einhauchen. Gemeinsam an einem Wochenende am neuen Standort feiern, dazu andere einladen, sie informieren, aufbrechen zum Baustart fürs neue Zentrum Johannes Paul II.
Von Anna Schinnerl

In den ersten Tagen des Julis herrscht reger Betrieb in der Praterstraße 28, dem künftigen Zentrum Johannes Paul II.. Die ganze Woche zuvor ist gebetet worden und das Allerheiligste ausgesetzt gewesen. Die Gemeinde kam, um Zeit mit dem Herrn zu verbringen. Die Gebetsanliegen waren vielfältig. Unter dem Motto „beleben“ wollte die Gemeinde dem alten Haus in der Praterstraße sozusagen einen „Vorgeschmack“ liefern auf das, was dort in den nächsten Jahren passieren wird.

Am Samstag wird aufgebaut. Dort, wo in den Wochen zuvor schon alles geputzt worden ist und der Staub in alle Richtungen geflogen war, stehen nun Stehtische und Getränke. Aufsteller und Plakate erzählen davon, was die Räume in Zukunft beheimaten werden. Den jungen Menschen, die alles vorbereiten, ist die Freude in die Gesichter geschrieben.

Ein neues Zuhause gefunden

Nachdem die Türen offenstehen, geben Gemeindemitglieder kurze Zeugnisse von ihren Erlebnissen im Zentrum Johannes Paul II. Sie möchten, dass dieses Projekt weiterwächst, dass viele Menschen in diesem neuen Haus eine Heimat finden. Sara beschreibt das so: „Hier in unserer Gemeinde werden durch den Herrn Herzen wirklich bewegt und berührt, und das kann wirklich lebensverändernd sein.“ Thomas schildert: „Ich bin aus Deutschland ausgewandert – angezogen von diesem Wachstum hier. Ich freue mich, dass ich mithelfen kann, mitbauen kann und dass ich ein neues Zuhause gefunden habe.“ Klemens erzählt: „Vor vier Jahren hat mich der Herr eingeladen, meinen Job in der Pharmaindustrie zu verlassen, um hier ganz in die Gemeinde zu investieren. Ich habe es keinen einzigen Tag bereut und liebe es, hier zu arbeiten.“

Musik fließt durch die Räume …

… der unteren Stockwerke, das Schlagwort „beleben“ bekommt einen neuen Klang. Diese Musik wird diesen Ort immer mehr durchziehen. Begleitet davon ist es den Besuchern möglich, schon beim Hereinkommen ins Haus in eine besondere Atmosphäre einzutauchen. Jan, der den Worship leitet, sagt begeistert: „Man spürt bereits jetzt, wie es dann sein wird, wenn wir hier eingezogen sind! Dieser Raum ist so gebaut, dass er dich richtig zum Lobpreis und Kontakt mit Jesus hinführt!“

Bei der Projektvorstellung …

… im ersten Stock können sich die Besucher ein konkretes Bild von dem machen, was kommt. Allein der Hintergrund der Baustelle und die Dunkelheit in diesem Raum, der einmal der Proberaum für die Musiker wird, beeindruckt die Versammelten. In detailreichen Beschreibungen und Darstellungen erfahren die Besucher alles über Pläne, Hintergründe und Vision. Die Besucher hören von Mateo „Im Zentrum habe ich meine geistige Familie gefunden, Menschen, mit denen ich den Vorgeschmack des Himmels spüren kann“ und von Theresa „Ich bin glücklich hier.“

Berührt erzählt Zentrumsleiter Pater George Elsbett LC am Anfang der Präsentation: „Ich glaube, wenn Gott Kirche träumt, dann träumt er solche Geschichten. Er träumt von Orten, wo Menschen Gott begegnen dürfen, Gemeinschaft erfahren dürfen und sie einfach sein dürfen.“

Bei der heiligen Messe …

… dürfen die Mitfeiernden erfahren, wie sehr dieser offene Raum mit der Glaskuppel schon im Rohzustand einer Kapelle gleicht. Viele fühlen sich sofort von der Liebe Gottes umfangen. Einige Gemeindemitglieder ertappen sich dabei, ihre Knie zu beugen, obwohl der Herr noch nicht in den Tabernakel eingezogen ist. Alle werden hineingezogen in eine Erfahrung, die dieser Raum jetzt schon ermöglicht. Der im Vorjahr bloß für ein Video errichtete Altar aus Ziegelsteinen hat mittlerweile öfters als „echter“ Altar gedient. Diese kleinen Schritte im Haus verändern es jetzt schon, machen es besonders und teilen das jedem mit, der diese Räume betritt.

Durch die offenen Türen …

… kommen auch Menschen ins Haus, die von diesem Projekt und dem Zentrum Johannes Paul II. nichts wissen. Sie kommen, weil sie aufmerksam oder neugierig sind, weil hier heute etwas anders ist. Sie kommen, weil sie sich schon jahrelang gefragt haben, was wohl mit diesem leerstehenden Haus einmal passieren wird. Alle werden sie begrüßt und herzlich willkommen geheißen. Eine junge Frau, die zufällig vorbeikommt, feiert sogar die heilige Messe mit und begegnet dabei, für sie völlig überraschend, dem Herrn: „Ich habe mir immer gewünscht, dass mit diesem Haus etwas Schönes geschieht“, verrät sie. Sie ist voller Freude und so berührt, dass sie noch den ganzen Abend lang bleibt. Anna Maria aus Bayern zeigt sich beeindruckt: „Faszinierend, was man vom Zentrum über die Landesgrenzen hinaus hört. Ich bete, dass es weitergeht und dass es wie die Vision Wirklichkeit wird.“

Eine offene Kirche.

Die Gemeinde des Zentrums Johannes Paul II. will jetzt 900.000 Euro an Spenden sammeln. Der Betrag ermöglicht den Start des Umbaues. Das Haus soll eine Heimat werden für jene, die Gott nicht kennen oder Gott suchen, eine offene Kirche, selbst für Fernstehende, ein Ort für Menschen, an dem sie zuallererst willkommen sind und wertgeschätzt werden, ihre Talente und Begabungen entfalten und einen lebendigen Weg der Jüngerschaft gehen können.

Für diese Vision braucht es beispielsweise 900 Menschen, die jeweils 1000 Euro spenden. Damit die Gemeinde im Herbst den Startknopf drücken kann. Einen Startknopf, der einen Traum langsam zur Realität werden lässt. Das neue Zentrum Johannes Paul II.

Wer hilft und baut mit an dieser Vision, einer Kirche für die nächste Generation?

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